Wenn die Realität das Bewusstsein einholt

Wenn die Realität das Bewusstsein einholt

Zur Zeit echauffieren sich einige Twitter-Nutzer extraordinär darüber wie es denn sein kann, dass ihre öffentlichen an ihre Follower oder gar Hashtag-lesenden virtuellen Bekannten abgeschickten Nachrichten, in meiner Suchmaschine auftauchen können.

Das ganze ist traurig und erheiternd zugleich. Die einen fragen ständig was denn das (die Suchmaschine) für eine „Liste“ sei. Ich frage mich dann, ob die auch bei Google-Resultaten dieselbe Fragen stellen und ob sie jemals Seiten wie webarchive.org kennengelernt haben. Nicht zu vergessen all die vielen Mailinglisten-Archive.

Das traurige daran ist, dass derartige „Fragen“ von Leuten kommen, die es eigentlich besser wissen sollten. Gut, eine Mitgliedschaft bei der Piratenpartei, oder dem CCC oder einer anderen Netz-affinen Organisation ist noch kein Garant dafür auch einen Crawler und eine Suchmaske als solches zu verstehen. Daher kommen belustigende Momente, wenn man nämlich realisiert, dass diese Leute sich ganz offenbar niemals bewusst waren, dass JEDER TWEET der von einem nicht „geschützten“ Account kommt oder keine DM ist, ein öffentlicher Tweet ist.

Alle Tweets werden (und ich rede jetzt NICHT von mir oder meiner Suchmaschine) kommerziell erfasst und für Entgeld direkt und indirekt vermarktet und durchsuchbar gemacht. Nicht mitgerechnet bekannte Suchmaschinen, wie eben auch zB Google. Aber auch Twitter selbst lässt suchen und zeigt Tweets an.

Oder bleiben wir beim analogen Beispiel einer Mailingliste. Jeder der dort postet muss damit rechnen, dass die Mail von anderen aufbewahrt wird. Noch „schlimmer“. Oftmals betreiben die Mailinglisten Betreiber Mailinglisten-Archive um die gesammelten Mails durchsuchbar zu machen. Nicht ungewöhnlich bei vielen Software-Projekten.

Man sieht also: Crawler sind etwas komplett normales. Jeder der öffentlich Nachrichten im Netz verbreitet, muss sich im Klaren sein, dass diese Nachrichten erfasst, indexiert, kategorisiert und verwertet werden. Daher sollte man nur Dinge von sich publizieren, für die man auch morgen noch in den Spiegel schauen kann.

Aber warum nun meine Suchmaschine, wenn es doch derer soviel bereits gibt?

Motivation

Um meine Motivation zu verstehen, muss man entweder die Machenschaften bestimmter „Piratenkreise“ in Berlin sehr gut kennen oder aber hier weiterlesen. 😉

Ich und andere werden seit ca 4 1/2 Jahren massiv verleumdet. Rufmord, Diskriminierung und andere Dinge, welche auch oft AFK (Away from Keyboard) stattfinden. Waren es damals noch primär Mailinglisten sind es seit ein paar Jahren soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook.

Insbesondere Twitter erfreut sich dabei einer besonders hohen Sättigung von Mobbern. Denn aufgrund einer gewissen ignoranten Firmenpolitik von Twitter können im Normalfall Mobber völlig ungestört massiv Menschen Gewalt antun.

Jeder Mensch hat eine persönliche Grenze. Meine endete als ein in Berlin bekannter extrem radikaler Mensch – genannt Harry Liebs – unverblümt per Twitter damit drohte die Treffen der Konrad Zuse Crew auszuräuchern. Da nicht alle Menschen so ein dickes Fell wie ich haben, war es den anwesenden Familienmitgliedern der Crew-Besucher nicht gerade angenehm um nicht sogar zu sagen es stand ihnen der Schrecken im Gesicht. In so einer Situation erwartet man vom zuständigen Gremium der Gliederung Berlin Beistand, vielleicht ermahnende Worte an den Absender und Worte des Bedauerns an die geschockten Adressaten. Leider meinte ein Mitglied des damaligen Landesvorstandes Berlins sich per Twitter darüber auch noch lustig zu machen. Diese Person, oftmals mit einem Zylinder anzutreffen, hatte gerade zu Freude daran und verhöhnte noch die Opfer dieser menschenverachtenden Bedrohung. Hier war MEIN persönlicher Punkt erreicht, an dem ich jeden Respekt vor diesem Vorstandsmitglied verlor und in einem Gespräch mit anderen Menschen, als ich darauf angesprochen wurde, schrieb, dass diese Person in meinen Augen nicht einmal mehr das Schwarze unter meinen Nägeln wert wäre. Denn für mich hört bei Gewalt und insbesondere gegen Frauen und Kindern der Spass endgültig auf.

Besagtes Vorstandsmitglied tat dann was es immer tat. Es löschte seine Tweets. Aber diesmal nicht ohne danach noch mich kostenpflichtig abzumahnen. Nun, als Piraten andere Piraten mit Piratenanwälten kostenpflichtig abzumahnen ist auch eine Spielart die man erstmal verdauen muss. Weil aber dieses neuerliche Vorgehen „Schule“ machte, brauchte ich eine Lösung, die einerseits nicht notwendig macht, dass ich persönlich nur noch vor dem Rechner hänge und andererseits automatisch solche Tweets sichert.

Quick and Dirty

Der erste Entwurf war dann auch SEHR rudimentär. Aber immerhin schon so effektiv, dass bestimmte Personengruppen mit ähnlichen Duktus nach anfänglichen Aufschrei sich beherrschten. Tatsächlich war der erste Entwurf so erfolgreich, dass ich beinahe täglich Anfragen bekam ob ich denn den einen oder anderen Tweet noch hätte. Es stellte sich heraus dass ich nicht der einzige Mensch bin, der mittels derartiger Mechanismen geschädigt werden sollte und bei denen das deutsche Abmahnverfahren missbräuchlich verwendet wird um mittels Kostendruck eine Meinungszensur herbeizuführen.

Lösung

Die einzige Lösung um all den Anfragen gerecht zu werden war eine richtige Suchmaschine und ein Crawler der ausschliesslich Daten erfasst. Die Frage eigentlich dann nur noch welche Daten erfasst werden und in welcher Dimension. Fest stand von Anfang an, dass nur solche Informationen gesichert werden, die ohnehin öffentlich publiziert wurden und ohnehin nicht mehr aus dem Netz zu tilgen sind (Streisand lässt grüßen). Direkte Nachrichten oder Protected Accounts waren also nicht betroffen und sind es auch weiterhin nicht. Das die Speicherung angeht, gelten die gleichen Vorgaben wie auch bei Maillingslistenarchiven oder Google-Ergebnissen. Die Ergebnisse sind unverfälscht, unkommentiert und werden genau so dargestellt wie sie ursprünglich publiziert wurden. Der Urheber ist ersichtlich, ein Link zum Profil des Urhebers ebenfalls und so dient die Suchmaschine mehreren sinnvollen Zwecken:

  1. Abmahnungen auf provozierte Reaktionen sind damit deutlisch erschwert.
  2. Recherchezwecken.
  3. Dokumentation von Ereignissen (Bombergate, Molligate, aBPT, …)

Ein weiterer positiver Aspekt ist wohl auch, dass Menschen jetzt ggf. bewusster via Twitter ihre Nachrichten verschicken. Manchmal holt einen halt die Realität ein und hält einem die unverrückbaren Tatsachen vor Augen: Was einmal im Netz publiziert ist, vergisst es nicht so schnell. Deshalb sollte man niemals Probleme haben zu dem stehen zu können, was man publiziert hat.

Übrigens meine Tweets sind ebenfalls in meiner Suchmaschine.

Piratenpartei

Zu guter letzt noch eine Klarstellung. Zwar steht diese auch auf https://tsearch.bundes.it/about.html aber mein DIRTY Englisch ist ggf nicht Jedermann’s Sache und so schreibe ich es gerne auch hier nochmal:
Meine Suchmaschine ist MEINE Suchmaschine. Die ist weder von der Piratenpartei betrieben, noch ist sie von der Piratenpartei finanziert noch wurde sich von der Piratenpartei in Auftrag gegeben.

Der einzige „Anteil“ der Piratenpartei an der Suchmaschine ist wenn überhaupt der, dass aufgrund der Untätigkeit der vergangenen Landes aber vorallem auch Bundesvorstände, keine andere Option mehr übrig war sich vor den Angriffen bestimmter radikaler Elemente zu schützen. Aber darüber hinaus hat die Piratenpartei N I C H T S mit dieser Suchmaschine zu tun.

Last Words

Ich werde ausschließlich solche Einträge entfernen, die klar auf Identitätsdiebstahl zurückzuführen sind. Ich habe da die selbe Sichtweise wie Twitter selbst. Wer meint betroffen zu sein, kann sich gerne an mich wenden. Ich helfe dann schnell und unbürokratisch.

Die Suchmaschine läuft solange, bis die Machenschaften bestimmter Kreise unterbunden werden und nachhaltig die Vorstände Mitgliederschutz, unsere Satzung und unsere Grundwerte wieder vorleben und durchsetzen. Denn sein wir mal ehrlich, ich kann mit den Ressourcen auch anderes anfangen. Noch braucht es die Suchmasschine. Noch.

30 Comments
  1. Hallo Simon,

    wenn das deine Seite/dein Projekt ist, ist der Hinweis auf http://zuse-crew.de für manchen möglicherweise etwas irritierend.

    Kann man das irgendwie richtig stellen oder erläutern?

    1. Einige scheinen zu vergessen, dass es sich noch immer um eine Suchmaschine UNDER DEVELOPMENT handelt.
      Den ollen Footer hatte ich schlicht noch nicht angepasst. Habe ich mal eben gemacht. ^^

  2. Hallo Simon,
    Ich hatte dir gestern schon einmal auf Twitter (@b6nb3a) geschrieben. Ich bitte dich noch einmal freundschaftlich mich aus dem Crawler zu entfernen. Mir ist durchaus bewusst, dass ich öffentlich poste und meine Tweets überall auftauchen. Ich bin kein Pirat und auch kein Peergroup Mitglied. Selbst wenn ich Pirat wäre, würde ich nicht mit der Peergroup übereinstimmen. Mein Problem ist spezifisch die Ankündigung der Screenshots: „#Peergroup Crawler Latest Screenshot“.
    Du verbindest mich und meine Tweets durch diese Ankündigung mit der Peergroup und damit auch mit einigen Linksradikalen.
    Nimm mich aus dem Crawler raus, denn wie gesagt bin ich weder Pirat, noch Peergroup, noch Linksradikal. Alternative, lass mich in dem Crawler und ändere stattdessen die Ankündigung, so dass ich nicht mehr mit automatisch als Mitglied oder Befürworter der Peergroup erscheine.

    1. Du hast Recht bzgl der Statusmeldung. Werde ich gleich mal anpassen. Das Problem mit Crawlern ist halt dass sie lernen und auch alle anderen Tweets mitnehmen, was sinnvoll für die spätere Recherche ist aber die Kontextsetzung da stimme ich Dir zu ist etwas unglücklich. Änder ich einfach ab.

      Es mag Dich evtl interessieren dass ohne in der nächsten Version ein Filter implementiert ist wo Leute sich selber verstecken können. ^^

      1. Danke für deine Antwort und die Anpassung der Statusmeldung. Noch einen Hinweis: Auf der About-Seite des Crawlers ist die abuse at … als E-Mail Adresse hinterlegt. Diese existiert nicht. Und ich würde den Text der About Seite überdenken, da „false flagged“ auch etwas missverständlich ist.

        1. Stimmt. Die Adresse hatte ich tatsächlich noch nicht eingerichtet. Habe ich soeben nachgeholt. 🙂
          Ja der ABOUT Text ist uuuuuuuuuuralt. Der wird mal irgendwann ersetzt werden. Wenn ich heute noch Zeit finde werde ich den Text auf der Frontseite von tsearch gekürzt übersetzen und dort reinpacken. Das sollte dann für weitere Klarheit sorgen.

  3. Lieber Simon,

    diese Form des Sammelns von Daten und der Veröffentlichung, stellt eindeutig ein unzulässige Nutzung dieser Daten und Zusammführung von Daten gem- BDSG dar. Du machst persönliche Rechte geltend, die auch schwer wiegen. Das primäre Problem ist die Form des öffentlich machens als „Datenangebot“, und es geht nicht um Empörung, sondern um Menschlichen Respekt. Bitte stelle das Projekt ein und lösche die Daten wieder. Denn das ist es, was hier angemessen ist. Ein einzelnes Schutzbedürfnis und Recht macht nicht das Schutzbedürfnis und Recht vieler wett.

    Thomas

    1. Ich muss Dir leider sagen dass Du Dich irrst. Wie alle Suchmaschinen darf auch meine öffentliche Quellen indexieren und kategorisieren und als Suchmaschine zur Verfügung stellen. Allein der Informationsanspruch aus dem BDSG bleibt – wenn auch wakelig – bestehen, der allerdings auch ohne mein Zutun von jedem selbst erfüllt werden kann. Denn Du suchst einfach nach Deinem Twitternamen und erhälst alle Information die gespeichert sind. Und wie Du sehen wirst nur öffentliche Informationen.
      Der CCBYNC ist übrigens nur dafür damit keine anderen Datensammler meine Ergebnisse meiner Suchmaschine kommerziell verwerten können. Je nachdem wie das Projekt läuft gibts ggf dann mal nen ausführlichen Disclaimer.

  4. Hoi simon,
    Nur kurz eine kleine Frage: Wieso bin ich in der Liste der Getrackten Accounts?
    Zum Thema an sich, wenns jemand interessiert: Ich finde die Vorgehensweise nicht elegant und auch in einem Graubereich angesiedelt, aber muss Simon in einem Punkt recht geben: Ignorieren und totschweigen von Beleidigungenauf Twitter ist keine Lösung. Die ganze Geschichte sollte uns allen als Mahnmal dienen, besser auf unseren umgang und den Umgang dritter zu gucken. Tsearch ist das Symptom(!) eines großen Problems, sich daran aufzuhängen ist kurzsichitg und redundant.

    1. Hi Joffrey, Du bist auf keiner „Liste der Getrackten Accounts“. Das ist ne gezielte Desinformationskampagne der Berliner Irren um maximale Empörung zu generieren. Du bist allerdings, genau wie ich, durch den Crawler mit erfasst worden. ZB weil wir zum aBPT oder über Piraten getwittert haben. Also nichts schlimmes an sich.
      Zwar nutze ich die Suchmaschine auch zum Zwecke der Recherche und notfalls, falls wieder irgendwelche Berliner Abmahnungen verschicken, auch zur Verteidigung. Da ich aber, wie gesagt, nicht der einzige Betroffene bzw Interessierte bin, ist die Suchmaschine offen zugänglich.
      Zum einen gewährleiste ich damit transparent Einblick und zum anderen sind es ohnehin öffentliche Informationen wie sie auch jede andere Suchmaschine auf diesem Planeten verwurstet.

  5. Ich will an dieser Stelle nicht die Frage bewerten, ob eine solche Suchmaschine nun datenschutzrechtlich, politisch und i.S.d. Parteifriedens Sinnvoll ist oder nicht, hat sicher jeder ne andere Meinung. Ich muss mich dann aber über mein Auftauchen in der Liste schon ein wenig wundern. Ich hatte bisher eigentlich nicht das Selbstbild zum sog. „linken Parteiflügel“ zu gehören – ganz und gar nicht sogar. Auch meine Parteikollegen aus dem Kreis sind nahezu geschlossen aufgelistet – auch sie gehören keinesfalls auch nur dem erweiterten Dunstkreis Berlins an. Wenn ich mir dann noch weitere Accounts in dieser Liste ansehe wie @Sekor oder @Kungler dann macht diese Liste mir eher den Eindruck, dass da mal pauschal alle Piraten „verdächtig“ sind.

    Lustig ist auch, welche Tweets da markiert werden, bei mir z.B. der RT einer Frage nach dem zuständigen für ein beschädigtes Großplakat… realy? Mehr gibts bei mir nicht? Kann ich das Ding dann als Leumundszeuge verwenden?

    1. Ich machs kurz: Zeige doch mal auf der Seite wo Verdächtigungen stehen oder eine Zuordnung als „linke“ oder meinetwegen auch „progressive“.
      Tip: Es wird Dir nicht gelingen.
      Tip2: Nicht jeder Propaganda glauben die getroffene Hunde bellen. Interessant dabei ist übrigens auch, dass die lautesten Desinformanten schon seit Monaten die Seite kennen. Erst Ali Utlu, dann Christopher Lang und jetzt halt ein auf Desinformation basierender Angriff gegen mich. Ach herrje. 😀

      Ich habe dazu auch eben was auf besagter Seite selbst geschrieben.

  6. Ich finde die Aktion gut. Nicht mal wegen der persönlichen Befindlichkeiten und Motivation, sondern weil es gerade so viele dieser „post privacy“-Leute als Heuchler entlarvt und vielleicht sogar zum Nachdenken bringt.

    PS: Der Spamschutz ist so herrlich unauffällig, dass ich ihn übersah und ein deutlich längerer Kommentar ins Nirvana verschwand.
    Geht das nicht nutzerfreundlicher?

  7. Findest du das alles nicht ein bisschen arg lächerlich?
    „Mimimi der hat mich auf twitter beleidigt. Und mimimi ich war so blöd und hab zurück gepöbelt und wurde dafür abgemahnt.“
    Selber schuld kann man da nur sagen. Dafür braucht es dann auch keinen Crawler.
    Es stellt sich für mich die Frage ob twitter überhaupt der richtige Ort für Disskusionen oder zum flamen sind.
    Das ist alles so herrlich Kindergarten.
    Und an den Piraten bleibt natürlich trotzdem immer was hängen da kann man sich noch so von distanzieren.
    Na ja sei es drum, die Partei ist für mich eh tot. Die gender Idioten gehen mir auf die Nerven. Mit sowas in einer Partei = never.
    Das post Privacy Gesocks find ich einfach nur ekelig.
    Mit sowas in einer Partei = never.
    Und eh diese beschissene Hippster Attitüde der meisten in der Öffentlichkeit stehenden Piraten ist unerträglich.
    So Scheißpack würd ich nicht mal wählen wenn ich 100% deren Meinung bin.
    Fast alles nur schnittige Selbstdarsteller die cool rüberkommen wollen. Fast alles nur Fassade und nix dahinter.
    Wird langsam Zeit für eine neue Partei mit richtigem Namen und einem Parteiprogramm das diverse Idiotengruppierungen, Radikale, Spalter, und Spinner ausschließt.

  8. Klar, solche Suchmaschinen gibt’s eigentlich schon seit längerem. Stichwort favstar. Was ich nur problematisch finde ist die Intention, aus der diese entstanden ist. Das hat meiner Meinung nach dann doch schon den leichten Beigeschmack von Selbstjustiz in Form eines Prangers. Vor allem der Teil mit den „Top 5“ Listen kann sehr missverständlich sein, wenn da steht „Nazi Tweets“.

    Wer Suchmaschinen bedienen kann, sollte eigentlich auch kein Problem damit haben, die betreffenden Tweets auf diese Weise herauszusuchen, um sich vor Gericht rechtfertigen zu können. Andererseits sollte man sich vor allem im Internet nicht provozieren lassen.

    Mir persönlich ist es egal, auf welcher „Liste“ ich stehe, solange es nicht Rufschädigend ist.

    1. Naja die Top5 Liste ist natürlich eine „Nachricht“ an solche die mit solchen Begrifflichkeiten um sich werfen. Einige dieser Protagonisten sehen das sogar sportlich und wollen unbedingt in die Top5 gelangen. 😉

      Nun denn! ^^

  9. Damit ich das richtig verstehe: Da gibt es eine Partei, die so unprofessionell ist, dass sich deren Mitglieder die Sandschäufelchen in „aller Öffentlichkeit“ über die Köpfe ziehen und du trackst jetzt vermeintlich pöhse Menschen bzw. Menschen, die nicht deiner Meinung sind?

    Da frage ich mich doch, was dann z.B. @ISDBund (und indirekt durch RTs etc. auch ich) dort macht. Ich habe mit der Piratenpartei und ähnlichen Organisationen nichts am Hut, ich wähle die Piraten nicht, ich habe mittlerweile sogar alle Tweets, die das Wort „Piraten“ enthalten herausgefiltert; einfach weil mir diese Kinkerlitzchen auf den Keks gehen.

    Das einzige, das @ISDBund und mich verbindet ist unser Engagement für Schwarze Menschen in Deutschland und gegen Rassismus. Hast du damit vielleicht auch ein Problem?

    Übrigens: Sogar @AmadeuAntonio trackst du. Eine Stiftung, die sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus positioniert hat. Hm.

    1. Bitte mal lesen und dann kommentieren. Ist irgendwie nervig dasselbe immer wieder zu schreiben. Daher nur kurz:
      Ich tracke nicht, das Teil crawlt. Motivation war eigentlich deutlich genug. Zur Funktionsweise, die absolut objektiv ist und ohne jegliche Wertung verläuft habe ich ebenfalls schon diverses geschrieben.

      Ich erwarte dann Empörungsmails an alle anderen Suchmaschinenbetreiber. *narf*

      1. Ich glaube, du kommst nicht darum herum, hier immer wieder und wieder Leuten zu erklären, dass du nicht sie persönlich auf einer „Liste“ zu stehen hast und trackst. Selbst beim hundertsten Mal wird das in den Kommentaren noch jemand behaupten und dich dazu auffordern, das zu ändern.

        In dem Sinne: Halte Durch!

  10. Genau so wenig wie ich als Jack Wolfskin mit Rucksack und Wasserflasche durch Berlin laufe, nutze ich auch nicht dieses Kindergarten – und Deppen-Twitter und Eure Probleme gehen mir deshalb am Allerwertesten vorbei.
    Habt Ihr alle keine Freundin (oder Freund)?

    1. Gute Frage. Ich nenne Twitter bekanntermaßen ein Trollmedium. Leider zum Diskutieren völlig ungeeignet. 🙂
      Was Deine Frage nach „Sozialkontakten“ angeht. Nun, was denkst Du warum ich nur so sporadisch hier antworte? Liegt schlicht daran, dass meine Kinder und meine Freunde viel Zeit verschlingen die ich allerdings gerne mit ihnen verbringe. Und ja, die sind deutlich höher priorisiert. 🙂

  11. Du kannst dich natürlich an Begrifflichkeiten aufgeilen, um vom Thema abzulenken. Fakt ist, dass du nur bestimmte Accounts (für Piratenfehden?) überwachst. Ui, ja, jetzt habe ich „überwachen“ geschrieben.

    1. Na dann beweis mal Deine Behauptung. 🙂 Und wie passt es eignetlich dazu dass auch viele Freunde von mir erfasst wurden? Irgendwie wackelt Deine Unterstellung bedenklich. ^^

    2. Ali, das hat mit „Begrifflichkeiten“ überhaupt nichts zu tun. Das Teil entscheidet nicht zuerst, welche Personen gespeichert werden, sondern es orientiert sich beim Crawlen an den Inhalten von Tweets, unabhängig von den Personen, die sie schreiben. Hast es dann kapiert jetzt?

  12. Öffentliche Beiträge in einem öffentlichen Mikrobloggingdienst sind öffentlich. Gibt es tatsächlich Menschen die sich nicht darüber im Klaren sind was Öffentlichkeit bedeutet?

    Es ist geradezu bizarr, dass es Menschen gibt die denken sie könnten sich zwar öffentlich äußern, hätten dann aber ein Recht darauf nicht zitiert zu werden.

    Das erinnert mich an Menschen, die öffentlich ihr Genital entblößen, aber sich verbitten!! dass man sie anschaut.

    Öffentliche Öffentlichkeit ist öffentlich.
    Wem das nach der Hackerethik des CCC „Öffentliche Daten nützen, private Daten schützen“ noch nicht klar war, dem sollte das spätestens jetzt klar sein.

    Interessant an der Stelle ist der Umgang der #Piraten als „Datenschutzpartei“: während ein großer Shitstorm über die Archivierung öffentlicher Teile des Internets läuft, regt sich gerade bei den #Piraten Niemand erkennbar darüber auf, wenn Menschen aus der Berliner #Peergroup Screenshots von privaten/geschützten Tweets verbreiten.

    Warum eigentlich nicht?
    Das ist die richtige Frage.

  13. Kennt noch jemand das Usenet?
    Wo noch heute nahezu alle Postings seit den 80ern öffentlich zugänglich sind?

    Hach, die Twitter-Kinder entdecken die Welt.
    Irgendwie schon putzig … 😀

  14. Jeder kann sich übrigens via Twitter selbst aus bzw. eintragen.
    Twitter ich:
    #TSEARCHHIDE
    werde ich ausgetragen. (Ist man noch nicht vorhanden. immunisiert man sich damit.)

    Twitter ich:
    #TSEARCHSHOW
    werde ich eingetragen. (Aber dennoch nur erfasst wenn erfasst durch Hashtag/Keyword gefunden).

    Spread the Word. 😀

  15. Hi,

    ich stimme dir in vielem zu. Wer etwas veröffentlicht hat aus meiner Sicht kein Recht, später eine Tilgung aus den Gedächtnissen der Öffentlichkeit zu fordern.

    Den Satz mit den „Frauen und Kindern“ finde ich sexistisch. Er impliziert irgendwie, dass Gewalt gegen erwachsene Männer weniger schlimm ist (insbesondere auch als gegen erwachsene Frauen). An der Stelle mit Geschlechtern anzufangen ist auch völlig überflüssig.

    Gruß, Christian

  16. Keine Idee was ich sagen soll, der Zusammenbruch war gut, ich habe keine Rechte, ich bin nichts.

    >der ABOUT Text ist uuuuuuuuuuralt

    Daywalker fallen, habe das ignoriert.

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