Hass ist eine Meinung

Hass ist eine Meinung

Seit einigen Jahren und in letzter Zeit gehäuft trägt sich die meist von „linken“ und „grünen“ Politikern und Aktivisten verwendete Phrase „Hass ist keine Meinung“. Jedesmal wenn ich diese geistlose Phrase lese, frage ich mich in welcher Schulklasse der Phrasendrescher die Grundschule abgebrochen hat. Anders lässt sich das Wiederkäuen von solch populistischen Phrasen kaum erklären. Zwar sind wir Liberalen schon einiges an Tiefleistungen menschlicher Kognitivität gewohnt, ich erinnere nur an das auf T-Shirts anzutreffende „Kein Mensch ist illegal!“ – als ob jemals jemand das Gegenteil behauptet hätte, aber trotzdem nimmt es eine Sonderstellung ein. Diese verdient es dadurch, dass ein Sozialist – mal wieder – meint Menschen einen Maulkorb verpassen zu müssen – an allen rechtsstaatlichen Prinzipien vorbei. Und die Grünen, bekannt für Bigotterie, Meth, Kinderporno, Pazifismus in Kosovo-Einsätzen und Agenda 2010, stimmen munter mit ein – allen voran eine gewisse Künast. Auch nicht zum ersten mal.

Hass ist eine Meinung

Ich sage aber nun: „Hass ist eine Meinung!“. Spätestens jetzt sind die Claqueure links-grüner Fehlpolitik und Berufs-Opfer schwer am Hyperventilieren. Hass eine Meinung? Nein! „Doch!“ Ohhhhh…

Hass ist eine Meinung! Um eine Meinung zu sein, bedarf es niemals der Zustimmung oder der Sympathie für eine Aussage. Nicht einmal den Absender der Aussage muss man mögen. Meinungen können für manche Ohren angenehm klingen, ggf. sogar zustimmend oder unterstützend bis hin zum Regenbogen-Einhorn-kotzenden Rosa-Plüschtier. Aber meist sind Meinungen eher unangenehm und sogar verletzend, weil man eine Meinung kaum ertragen kann. Dies passiert meist dann wenn die Meinung in einer Diskussion geäußert wird. Es liegt in der Natur der Debatte, wenn diametrale Meinungen aufeinander treffen. Für jede Seite muss die Meinung der anderen Seite wie kompletter Unsinn klingen und ich wette dass in der momentanen Meinungsfreiheit-Debatte auch einige Verwirrte diesen Beitrag als unsinnig und falsch und ggf sogar rechts-populistisch stigmatisieren werden. Und das ist – Achtung – völlig in Ordnung! Denn im Wettkampf der Meinungen sind Überspitzungen zulässig. Aber nicht nur das. Nein, Im Meinungskampf muss nicht mal eine Aussage auf dem Boden der Wahrheit oder Fakten stattfinden. Populismus ist genauso gebräuchlich und erlaubt wie Verallgemeinerungen. Und es ist auch zulässig abstruseste Thesen aufzustellen. Der Betrachter einer solchen Debatte kann dann anhand der Einlassungen der Beteiligten entscheiden wessen Aussagen er wie gewichtet und auf diese Weise sich eine eigene Meinung erarbeiten und diese dann ebenfalls einbringen und sogar veröffentlichen und verbreiten.

Beleidigungen

Damit dies alles möglich ist, haben ein paar weise Menschen uns mit einem Abwehrrecht gegen den Staat ausgestattet und es den Schutzbereich der Meinungsfreiheit genannt. Dieses Grundrecht ist ein sehr hohes Gut und ist ein wesentlicher Stützpfeiler unserer freiheitlichen-demokratischen Grundordnung! Genau deshalb muss man auch maximal sensibel reagieren, wenn versucht wird, an diesem Abwehrrecht zu rütteln. In der Vergangenheit gab es immer wieder Versuche dies zu tun. Oftmals wurde der Umweg über das Strafrecht gesucht. So wurde in der Vergangenheit immer wieder gerne „Beleidigung“ geltend gemacht um missliebige Meinungen zu unterdrücken. Und nicht selten wird der Hinweis auf „Beleidigung“ genutzt um Menschen mit einem empfindlichen Übel einzuschüchtern, denn wer möchte schon gerne ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung haben, nur weil Staatsanwaltschaften es sich oft leicht machen und den Strafanträgen lieber einfach folgen als sich mit der Rechtsprechung oberster Häuser wie dem Bundesverfassungsgericht zu befassen. Man muss ehrlicherweise aber auch sagen, dass die meisten Staatsanwaltschaften hoffnungslos unterbesetzt sind und darunter die Qualität der Justiz leidet. Aber das ist ein anderes Thema.

Entscheidend ist, dass das Bundesverfassungsgericht immer wieder den Schutzbereich der Meinungsfreiheit klar umrissen hat und ihn sogar so gut definiert hat, dass in der Regel die Mehrheit von vermeintlichen „beleidigenden“ Aussagen eben unter diesen Schutzbereich fallen.

Feelings  – nothing more than feelings!

Aber wir reden hier ja eigentlich über „Hass“ und nicht über „Beleidigungen“, oder?! Fangen wir doch erstmal damit an dass wir versuchen zu definieren was Hass eigentlich ist. Wikipedia hat hierzu eine recht nüchterne und nach kurzer Recherche auch mit anderen Quellen übereinstimmende Definition. Sie lautet:

Hass ist eine menschliche Emotion scharfer und anhaltender Antipathie. Ausgehend von der Fähigkeit zu intensiven negativen Gefühlen wird der Begriff auch im übertragenen Sinne verwendet und steht allgemein für die stärkste Form der Abwendung, Verachtung und Abneigung. Die Motive des Hassenden können teils unbewusst sein, lassen sich in der Regel jedoch bewusst machen. Als Gegenbegriff in vergleichbarer Gefühlsstärke wird vor allem die Liebe angesehen.

Hass entsteht, wenn tiefe und lang andauernde Verletzungen nicht abgewehrt und/oder bestraft werden können. Hass ist somit eine Kombination aus Vernunft und Gefühl. Die Vernunft ruft nach dem Ende der Verletzung und nach einer Bestrafung des Quälenden. Laut Meyers Kleines Lexikon Psychologie ist das Gefühl des Hasses oft mit dem Wunsch verbunden, den Gehassten zu vernichten. Das Gefühl des Hassenden ist das des Ausgeliefertseins, der Gefangenschaft, der Wehrlosigkeit.

Hass ist also eine Emotion. Ein Mischung aus Vernunft und Gefühl. Eine Antipathie. Jeder Mensch kennt diese Emotion, so wie jeder halbwegs gesunde Mensch auch Liebe kennt. Und genauso wenig wie Liebe eine Straftat sein kann, kann Hass eine sein. natürlich bevorzugen wir alle Liebe über Hass, aber das ändert nichts daran dass Menschen aus verschiedensten Gründen hassen können. Wikipedia nennt sogar ein paar abstrakte Beispiele. Wenn Menschen zum Beispiel sich ausgeliefert fühlen, sich gefangen fühlen oder sich wehrlos fühlen, dann können sie Hass entwickeln und zwar regelmäßig gegen denjenigen dem sie ausgeliefert sind, der sie gefangen hält oder gegenüber dem sie wehrlos sind. Oft geht dem Hass ein Gefühl der Ohnmacht vorweg und dies spätestens kennt jeder der sich schon mal ungerecht behandelt fühlte aber sich nicht wusste zu helfen. Das kann der Leistungsempfänger beim Jobcenter sein, der unverheiratete Vater eines Kindes welches ihm vorenthalten wird, der eingepferchte Flüchtling oder Obdachlose in einer Notunterkunft, der inhaftierte Schwarzfahrer in Berlin, die geschlagene Ehefrau, das verwahrloste Kind, ein Vergewaltigungsopfer und überhaupt Opfer von Gewaltverbrechen. Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen und somit ist schon klar: Hass gehört zum Menschen wie die Liebe. Es ist eine Emotion und Emotionen können Dinge auslösen. Vom Wort bis zur Tat.

Handeln ist Silber Worte sind Gold

Die Frage ist nun also, kann ein Gefühl als Motivation hinter einem Wort ausreichen um das Wort grundsätzlich als nicht legitim zu definieren?

Wer bis hierher aufmerksam mitgelesen hat, wird mir wahrscheinlich (und hoffentlich) zustimmen, dass man hier mit Nein antworten muss. Denn natürlich drücken wir Emotionen mit Worten aus und dies ist auch unheimlich wichtig, denn nur so haben wir ein Ventil um einer Emotion Rechnung zu tragen. Die Alternative – die Tat – wäre ungleich gefährlicher. Es ist eben ein Unterschied ob eine Frau aus Hass dem Vergewaltiger ihres Kindes den Tod wünscht und dies in Worten klar artikuliert oder ob sie eine Waffe zieht und ihn aus Hass erschießt. Es geht aber auch eine Nummer kleiner: Es ist eben ein Unterschied ob jemand einer Landtag-Kandidatin „die Pest an den Hals wünscht“ oder ihr jemand ein Messer in den Hals rammt.

Worte sind wichtig. Worte sind Kommunikation, manchmal eine Einbahnstraße aber Kommunikation. Ohne Worte bliebe uns nur das Schweigen und die Tat. Das Schweigen hat nur eine sehr begrenzte Kapazität und irgendwann berstet das Schweigen und die Emotion findet ihren Weg. Dann allerdings besser in Worten als in Taten. Taten, die einer langer unterdrückten Emotion, wie zum Beispiel  Hass, folgten, kennen wir gemeinhin zum Beispiel als Amoklauf.

Nein, Worte sind wichtig und deshalb soll und darf man sie auch grundsätzlich erstmal nicht unter Strafe setzen und auch nicht den Eindruck erwecken, dass Worte nicht legitim wären. Hass ist genauso legitim wie Liebe! Beide Emotionen gehören zum Menschen wie das Atmen, das Essen und das Schlafen. Wo Licht ist, da ist auch Schatten.

Diese Worte finden dann ihren Weg in Meinungen. Diese Meinungen müssen wir nicht teilen. Wir müssen ihnen auch nicht zustimmen, sie verbreiten oder die loben. Wir dürfen sie aber auch nicht verbieten.

Die Meinungsfreiheit der Andersdenkenden

In der Politik sind vermeintliche „Hass-Kommentare“ oft ein Thema. Sicherlich sind viele solcher klassifizierten Kommentare widerwärtig, aber wie wir gelernt haben, ist die bloße Widerwärtigkeit noch kein Kriterium um einer Meinung ihrer Zulässigkeit zu berauben. Die Frage ist also immer, ob es eine noch so abwegige Erklärung gibt, in welcher eine Meinung nicht ausschließlich schmähend gemeint gewesen sein kann? Ist in einer Aussage, welche gespickt mit üblen Bezeichnungen und Verallgemeinerungen eventuell eine Meinung versteckt? Wenn ja, unterliegt die Aussage der Meinungsfreiheit. Ob das uns nun gefällt oder nicht.

Ein besonders krasses Beispiel für Meinungsfreiheit stellte der folgender (verkürzte) Fall dar. Ein Mann in einer Kneipe am Stammtisch. Das Bier fließt, die Meinungen am Tisch gehen hoch her und nicht grundlos gibt es den Begriff „Stammtisch-Niveau“. Schließlich behauptet der Mann der Holocaust wäre eine Verschwörung der Juden. Eine Erfindung und leugnet den systematischen Massenmord an Juden, Behinderte, Sinti und Roma und vielen anderen. Ein anderer Mann hört dies und zeigt es an. Das Bundesverfassungsgericht wird später feststellen, dass diese Aussagen dem Schutzbereich der Meinungsfreiheit unterliegen. Ja, auch das war eine „legitime“ Meinung. Man muss sie nicht teilen und ich denke viele (mich eingeschlossen) teilen diese Meinung dieses Holocaust-leugnenden Mannes nicht, aber dennoch ist es sein Recht diese Meinung zu haben und sie anderen im privaten Kreis mitzuteilen. Damit jetzt nicht eine ungewollte Debatte ausbricht: Hätte der Mann dieselbe Aussage öffentlich getätigt, wäre er nicht straffrei davon gekommen. Die exakten Details kann man hier nachlesen.

Was ich mit diesem Beispiel zeigen wollte, ist, dass der Schutzbereich wirklich weitreichend ist und eben gerade ungeliebte und unpopuläre Aussagen schützt. Die Meinungsfreiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden!

#QED (Quod erat demonstrandum)

Hass muss nicht immer eine Meinung sein, aber es kann eine Meinung sein. Und in den allermeisten Fällen ist Hass eine Meinung.

Wenn Ihr also das nächste mal einem Menschen begegnet der Euch mit der Phrase begegnet: „Hass ist keine Meinung“, dann verweist ihn gerne auf diesen Artikel. Vielleicht sollte auch ein Herr Maas, eine Frau Schwesig und eine Frau Künast diesen Artikel lesen, auch wenn es eigentlich nicht notwendig sein sollte.

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2 Comments
  1. respekt! soviel hass gepaart mit wirren, unlogischen, aber dennoch ausformulierten gedankengängen sind selbst bei afd politikern und wählern schwer zu finden.

    alleine den satz „hass ist keine meinung“ rein auf grüne politik zu schieben zeugt von unglaublich verwirrtem denken. dass du dich selbst so sehr an dem satz aufhängst und das als reine projektionsfläche für deine hasserfüllten worte gegen grüner politik bündelst ist der schönste beweis dessen.

    auch dass du selbst aufklärst, dass hass eben keine meinung ist, sondern ein GEFÜHL, führt dich, dein denken und diesen ganzen artikel in die absolute lächerlichkeit. deutschlandweit. nochmal: harten respekt für solch eine minusleistung. da gehört schon einiges an jahrelangen minderwertigkeitsgefühlen und… naja.. HASS dazu.. so etwas zu schreiben.

    hast echt ne schöne webseite. aber halt keine ahnung. piraten halt;)

    und so nebenbei: du gehörst zu den piraten? ernsthaft jetzt? wo sind die links zu deinen behauptungen? zum beispiel die behauptung, dass sich die wikipedia definition mit anderen definitionen „nach kurzer recherche“ decken würde, wie du es selbst formulierst. schaffst du es nicht ein paar html verlinkungen reinzubasteln? evtl zum duden oder so? so im sinne von „internetpartei“ und „transparenz“ und so?

    und leute wie euch wundern sich ernsthaft, wie die piratenpartei immernoch keinerlei chancen hat? obwohl sie die denkbar besten startchancen und hype hatte? wie die afd selbst politisch organisierter zu sein scheint als.. naja.. leute wie du?

    1. Respekt! Scheinbar habe ich nen getroffenen Hund gefunden der sich genötigt fühlt die Ehre der Grünen zu verteidigen. 🙂

      Erstens finde ich es beeindruckend wie gut Du Dich bei den „Gedankengängen“ von „AfD Politikern“ zu Hause fühlst, dass Du Dir zutraust dieser nicht nur zu kennen sondern diese auch noch auf die von anderen Menschen anlegen zu können. Bitte stelle Dich und Dein Talent doch bitte der Wissenschaft zur Verfügung. Gedankenlesen wird die Parapsychologie sicherlich interessieren. 🙂

      Zweitens scheint Deine Empathie kaputt zu sein, wenn Du aus der bloßen Erwähnung der Motivation für diesen Artikel „Hass“ erkennen willst. Den konkreten Anlass habe ich ja geschrieben. Dass Du diesen dann exklusiv den Grünen zuordnest spricht gegen Deine Fähigkeiten bzgl Lesen UND Empathie.

      Drittens erkennt man recht gut dass Du den roten Faden im Artikel nicht folgen konntest. Du versuchst zwar einigermaßen wortreich dies zu überspielen, aber es gelingt Dir nicht. Daran ändert auch nichts Deine geständige Recherche-Faulheit etwas.

      Und was Deine Einlassungen zu „Piraten“ angeht, beweist Du lediglich dass es Piraten weiterhin bedarf damit Internetausdrucker wie Du die Hilfe bekommen, die sie so dringend benötigen. Klar, könnte ich alle Quellen welche denselben Begriff definieren, dokumentieren. Aber das wäre für Dich zu einfach, denn Du selbst sollst ja die Möglichkeiten erlernen und nicht nur den Fisch geliefert bekommen. Außerdem ist der Begriff definiert und die Quelle angegeben. Weiterhin hat die Wikipedia Seite selbst eigene weiterführende Quellenangaben. Und dass Du den Transparenz-Begriff nicht begriffen hast sagt das Übrige über Dich aus und wird nur noch dadurch abgerundet, dass Du Dich nicht mal traust Deinen schlecht vorbereiteten Möchtegern-Rant mit Deinem Namen zu würdigen und Dich lieber hinter einer Wegwerf-Emailadresse und einem Pseudonym versteckst.

      Ich habe ja erst gedacht ob ich wegen des fehlenden Klarnamens Deinen Rant nicht freischalten sollte, habe mich dann aber dagegen entschlossen. Man soll ruhig sehen wie instabil grüne Claqueure reagieren wenn Sie keine weich gespülte Kritik erfahren.

      #QED und mit Dir im speziellen an dieser Stelle #EOD

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